Es war einmal ein König, der hatte zwei
Söhne, sie hießen Andreas und Benjamin und mochten sich
überhaupt nicht. Das kam daher: Als die Geschwister noch klein waren,
wollten sie unbedingt einen Hund haben. Doch ihr Vater erlaubte nur einen, der
Andreas gehören sollte. Das fand der jüngere Bruder sehr ungerecht
und seit diesem Tag stritten sie ständig miteinander.
Eines Tages fragte der Vater, ob die beiden Söhne Lust hätten zur Fuchsjagd in den Wald mitzukommen. Als sie einverstanden waren, ritten sie los. Dort im tiefen Wald lebte ein uralter Zauberer, ihm gehörte der Wald. Doch Andreas und Benjamin fingen schon bald wieder an zu streiten. Das hörte der Zauberer. Es war so ein Geschrei, dass ihm fast das Trommelfell platzte. Er holte seinen Besen und flog bis ans Ende des Waldes. Dort angekommen, zauberte er, dass alles verkehrt herum sein sollte, aber nur im Wald.
Auf einmal war alles anders. Aus Freunden wurden Feinde
und aus Feinden wurden Freunde. Auch die zwei Brüder verstanden sich
wirklich prima. Sie jagten, lachten und ritten zusammen ohne zu streiten. Der
Vater aber war froh und erstaunt, dass sich seine Söhne so gut verstanden.
Doch als sie wieder aus dem Wald herauskamen, dachte der König: Oh,
nein, jetzt sind wir doch aus dem Wald raus, Andreas und Benjamin werden sich
bestimmt wieder streiten! Deshalb machte er sich auf eine große
Schreierei gefasst. Doch da hatte er sich getäuscht. Die zwei Söhne
redeten auf einmal darüber, dass es Unsinn sei, sich immer so zu
streiten.
Ein paar Tage später waren sie die unzertrennlichsten Freunde, die es je gab. Auch der Zauberer war zufrieden und lebte nun glücklich in seinem Wald. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann mögen sie sich noch heute.
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